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Zitronengelb für die Anmut

Eine der spannendsten Aufgaben des Designers ist die Erstellung harmonischer Farbschemata für seine Kunden. Die Aufgabe ist also einen neuen CI-Farbfächer zu schaffen ...
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... der den Kern eines Projektes wiederspiegelt.

Ich beschäftige mich jetzt seit Jahren damit, wie findet man die idealen am besten zueinander passenden Farben? Es gibt viele Möglichkeiten. Man kann eine Software wie "Color Schemer" zu Hilfe nehmen, oder einfach komplett intuitiv in Photoshop arbeiten. Eine gute Möglichkeit ist die Nutzung von Natur-Photos aus denen man einzelne Farben extrahiert. Aber egal welchen Weg man geht, gut kann es nur werden, wenn man sein Gefühl für Farben geschult hat, und das digital umsetzen kann.

Wo lernt man mit Farben umzugehen? Klar, am besten bei den großen Meistern der Farbe, also angefangen bei Leonardo, über Picasso, Klee, Matisse und Polke bis hin zu meinem Liebling NEO RAUCH.
Man schnappt sich ein Gemälde eines solchen Meisters und erstellt daraus just for fun ein Farbschema, und nach kurzer Zeit hat man ein Museum der Farbschemen, geordnet nach den klassischen Kunststilen. Hier z.B. ein Schema nach Vermeer.
Wenn man das eine Weile gemacht hat, versteht man viel besser die unterschiedliche Wirkung die Farben haben, und wie man jedes Schema aus möglichst gleichen Bestandteilen aus Schwarz und Weiss zusammenstellt. Es bleibt aber immer eine große Herausforderung, wirklich zufrieden bin ich am Ende nie.

"Siena-Erde: Verwandlung von Gold. / Samt-Schwarz, um Tizian zu sehen / gebrannte Siena-Erde für das Gefühl der Dauer (Maria Helena Vieira da Silva)

Natürlich kann man die so erstellten Farben nicht ohne weiteres nutzen, sie müßen noch aufwändig bearbeitet werden um für die Aufgaben einer Webseite geeignet zu sein. Aber am Ende hat der Kunde dann möglicherweise einen echten Rubens im Browser hängen. Digital geschreddert.

Zugegeben, unter diesen Aspekten betrachtet, wirkt meine eigene Seite etwas puffig. Völlg zu unrecht.

02.12.05 23:25 von titingo
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